Der Rasierer Test aller Klassen

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Wir wollen die besten Rasierer im Test finden

Will man einen Überblick über den Markt gewinnen, muss ein Rasierer Test her. Gegenwind in Form von Werbekampagnen und -Texten, sowie Marketingstrategien preschen uns wie die Gischt ins Gesicht. Doch unsere Segel sind gesetzt und der Wille eisern, die besten Rasierer im Test ausfindig zu machen. Auf unserem Weg konnten wir auch Neuland erkunden: Neben Elektrorasierern treten auch Nassrasierer, Epilierer, Damenrasierer, Bartschneider und weitere Produkte zur Haarentfernung zum Test an. Dabei geht es nicht darum dem Leser in seiner Vorstellung vom besten Rasierern gerecht zu werden, sondern die wesentlichen Aspekte in den Vordergrund zu stellen. Kaum ein Rasierer ist tatsächlich das Wert, was er kostet und darum müssen wir die Qualität in Relation zum Preis stellen, um zu erkennnen, welche die klügste Investition ist.

Der Auftrag

Editorial

Die Methoden zur Haarentfernung haben sich in den letzten Jahren nicht geändert, geschweige denn im großen Stile weiterentwickelt. Neben Rasierern, gleich ob Nass- oder Trocken-, Epilierern und Cremes zeigen sich lediglich Trimmer, deren Aufgabe weniger das Kahlrasieren und eher das Stylen der Haare ist. Barttrimmer, Nasenhaartrimmer, Körperrasierer und einzelne Neufindungen bieten uns als Kunden mehr Möglichkeiten als wir tatsächlich gebrauchen könnten. Welche Produkte unser Geld wert sind und in ihrer Funktion den Vergleich gegen den übrigen Markt standhalten können, wollen wir gesondert herausstellen und in den Ranglisten eindeutig einordnen.

Der Rasierer Test verschafft sich über eigens bestellte Produkte eine Übersicht, deren Wert der Vergleich aller Haarentferner nach Kategorie ist. Der einzelne Testbericht schließt die Marktübersicht ein und stellt den Rasierer in Relation zur Marktlage. Wir benutzen Blindtests, um die Geschmeidigkeit der Haut nach der Rasur zu beurteilen, setzen auf das Split-Face-Verfahren, um einen direkten Vergleich im Gesicht der Probanden zu haben und streiten über Sinn und Unsinn von Lieferumfängen. Letztlich ist es jedoch der Preis und die Klassifizierung der Hersteller, welche einen Rasier zu dem machen, wie er aufgefasst wird. Dass die Werbung nicht immer dem entspricht, was letztlich im Rasierer Test landet, mussten wir am eigenen Leib erfahren. Der Mehrwert von teuren Produkte war oftmals nicht ersichtlich und es ist nun an uns der Leserschaft diesen Umstand auf möglichst schonende Weise mitzuteilen.

Es schlägt das Jahr 2016. Was? Ist schon wieder so spät? Ja, es gibt Neuigkeiten auf dem Markt der Elektrorasierer. Nichts weltbewegendes, aber entscheiden muss man sich trotzdem. Ich verfolge den Markt seit 2011 und darf wohl sagen, dass mir Herrenrasierer kein Rätsel mehr sind. Zudem habe ich fachkundige Leute um ihre Meinung gebeten und einschlägige Testberichte gelesen. Heute entscheide ich mich für den Braun Series 9 / 9090cc. Relativ frisch aus Brauns Rasiererschmiede, als neues Spitzenmodell markiert, sinkt der Preis noch immer. Aktuell bei ca. 200€. Da kann man nichts mehr falsch machen.

Wie gut geht's denn?

Elektrische Rasierer werden niemals so gründlich sein, wie eine Nassrasur, kommt dem aber sehr nahe. Das hat die Technik eben an sich. Der Grund liegt darin, dass Elektrorasierer immer einen Abstand zur Haut halten, während die Klingen eines Nassrasierers ohne Netz und doppelten Boden auf der Haut aufliegen. Das was als „Frischegefühl" nach der Nassrasur auffällt ist nichts weiter als aufkommende Hautirritationen. Es ist die bloße Luft, die man auf dem noch feuchten und gemeißelten Gesicht spührt. Sehr effektive Elektrorasierer können das auch. Das „Frischegefühl" aufkommen lassen. Nur nicht so destruktiv. Weitere Pluspunkte elektrischer Rasur sind definitiv der geringe Zeitaufwand, die Sicherheit vor Schnittverletzungen, und die ausbleibenden Hautirritationen. Ich bleib' dabei.

Nassrasur wird immer gründlicher sein, doch mäht gerne mehr Weg, als vorhanden.

Die Sache mit dem Wald und den Bäumen

Aktuell gibt es in der Menge zwar „viele" Rasierer, der Unterschied zwischen den einzelnen Modellen ist jedoch merklich gering. Das liegt vor allem daran, dass die Hersteller ein jedes Modell baugleich mit verschiedenen Lieferumfängen präsentieren. So gibt es pro Rasierer gleich 4 oder 5 Modelle. Im Detail hat der eine dann ein Täschchen dabei, ein anderes Display oder etwas komfortables wie eine Reinigungsstation. Das heisst, dass wir weitaus weniger Produkte zu vergleichen haben, als der Markt hergibt. Wir wollen schließlich das entscheidende Merkmal, die Rasur, bewertet wissen. Dennoch gilt es einen Blick auf die Ausstattungsmöglichkeiten zu werfen.

Es braucht fachkundige Wertungen zum Kaufentscheid

Tabelle: So viele Varianten gibt es im Schnitt von jedem Apparat.

Netzbetrieb oder Wasserdicht?

Nahezu alle erhältlichen Elektrorasierer verfügen über einen wiederaufladbaren, fest verbauten Akku. Dieser ist in allen Fällen von einem Kunststoffgehäues umzogen. Geladen wird dieser Akku entweder über Kontaktflächen (das sind diese unscheinbaren kreisrunden Dinger auf der Rückseite) oder per Steckverbindung zum Stromnetz.

Ich denke nur ein paar wenige Ausnahmen schmücken sich mit dem Begriff „Reiserasierer" und greifen hier auf Batterien zurück. Grund dafür ist die unterschiedliche Spannung der Stromnetze ferner Länder. Wer also auf Reise geht holt sich entweder einen minderwertigen Reiserasierer oder kauft sich gleich ‚nen Multistecker.

Der Grund warum die einen so und die anderen es eben anders machen, folgt den Funktionen des Rasierers. Die einen setzen auf Kontaktflächen, um sich als wasserdicht anpreisen zu können. Die anderen schreiben sich auf die Stirn, dass sie auch betrieben werden können, wenn der Akku leer ist; nämlich am Stromkabel. Beides zusammen in einem Gerät werden Sie aus Sicherheitsgründen niemals vorfinden. Nochmal zum mitschreiben: Netzbetrieb? Nicht wasserdicht. Wasserdicht? Kein Netzbetrieb. Die Empfehlung geht auf jeden Fall zum Netzbetrieb. Akku leer? Einstecken und rasieren.

Netzbetrieb? Nicht wasserdicht. Wasserdicht? Kein Netzbetrieb.

Kopfsache?

Entgegen aller Erfahrung kommt man ohne den Kopf nicht aus. Das gilt auch für Rasierapparate. Das gute an diesen ist jedoch, dass man hineingucken kann. Man kann sich für einen entscheiden. Für den, der am besten ist.

Die Scherköpfe von elektrischen Rasierern unterscheiden sich in vieler Weise. Diese vermeintlichen Unterschiede wirken sich jedoch nicht auf die Gründlichkeit aus; lediglich auf die Handhabung. Und das in geringem Maße. Die Sprache ist von Dingen wie einem schwenkbaren Scherkopf, der sich laut Werbeaussagen „besser an das Gesicht anpasst", oder gar einem multidimensionalen Scherkopf, der sich in alle Richtungen senken und neigen kann. Das Problem mit diesen anpassungsfreudigen Scherköpfen ist jedoch, dass man den Druck auf das Gesicht über ein Gelenk steuert, was der Kontrolle entgegenwirkt. Gut ist es, wenn sich der Scherkopf fixieren lässt. Was glauben sie, warum wurde diese Funktion wohl eingebaut?

Scherfolie ist nicht gleich Scherfolie. Klinge ist nicht gleich Klinge. Sagen „die". Die Werbeleute. Wieder alles ignorieren? Mit einem Foto, wie ich mein Gesicht verziehe, will ich den Text nicht verunstalten. Natürlich gibt es einen minimalen Unterschied in Haltbarkeit und auch Schärfe. Allerdings sollte man dem Irrsinn der Datenblätter nicht blind folgen. Täte man das, würde man zwangsläufig immer beim teuersten Modell landen. Man will ja schließlich nur das Beste für sich. Hoffe ich jedenfalls. Für sie. Wenn ein hoher Preis näher am Glauben an das Produkt ist, dann sollte man wohl oder übel das teurere Produkt nehmen. Mit nüchternem Sachverstand betrachtet ist das aber nicht notwendig.

Nicht im Detail verlieren!

Da man einem Rasierer, selbst mit dem Blick aufs Datenblatt nicht ansehen kann, ob er tatsächlich besser ist als ein anderer, vergleicht man im Dunkeln. Lassen Sie das. In dem Moment, wo ihnen versichert werden kann, welches Produkt das beste ist, sind diese Bemühungen vergessen, weil sie nicht zu einer eindeutigen Bewertung führen können.

..Man selbst ist den Werbetexten sonst hilflos ausgeliefert

Scherfolien- oder Rotationsrasierer?

Ich habe es bereits angeschnitten. Der letzte Aspekt des Scherkopfes ist das grundlegende System dahinter. Die Technik. Wir unterscheiden hier zwischen Scherfolienrasierern und Rotationsrasierern. Scherfolienrasierer zeigen sich in verschiedener Aufmachung. Hier gibt es Modelle mit 1,2,3 oder auch 4 gestaffelten Scherfolien. Manchmal ist auch noch ein Integralschneider eingereiht. Heisst alles nichts. Wenn eine Scherfolie gut ist, dann brauch ich eine und nicht vier. Das ist so, als wenn ich 4 Rasenmäher hintereinander herfahren lasse.

Das gleiche gilt auch für Rotationsrasierer. Jedes Modell dieser Gattung kommt mit 3 rotierenden Klingenblöcken daher. Hier macht das ganze allerdings Sinn, weil einer allein schon ziemlich klein ist.
Und? Gibt es nun den entscheidenden Rat, auf welche Technik man seine Suche beschränkt? Überraschenderweise kann ich mich dazu durchringen und sagen, dass Scherfolienrasierer noch immer einen Tick gründlicher sind. Auch die Handhabung von Rotationsrasierern ist etwas, naja gewöhnungsbedürftig. Man ist weniger intuitiv bei der Sache, weil es einfach schwieriger ist ein im Dreieck angeordnetes Gespann in jede zu rasierende Fläche zu führen. So ein Teil mit Scherfolie kommt da viel intuitiver rüber. Wenn sie dickes Barthaar haben und nie Probleme mit eingewachsenen Haaren hatten, darf es wohl auch ein Rotationsrasierer sein. Ich gehe da lieber auf Nummer sicher.

Scherfolie > Rotation

Reinigungsstation?

Sie tun alle das selbe, sehen aber anders aus. da wir uns schon von wasserdichten Rasierern verabschiedet haben, können wir den Fokus auf die weiteren Unterschiede in einzelnen Modellreihen legen. Man darf sagen, dass der Trend von der großen Auswahl weg geht. Gott sei Dank. Allerdings ist das noch Zukunftsmusik. Aktuell finden sich gerade im Hause Braun unzählige unnötige Produkte auf dem Markt. Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen sind so gering wie ein anderes Display, ein Reiseetui und was nicht noch alles. Sie merken schon, wir stehen wieder im Wald.

Letztlich kommt es bei der Ausstattung nur auf eine einzige Frage an: Reinigungsstation? Ja oder Nein. Eine Reinigungsstation dient nicht nur zum Aufladen des Rasierers, sondern ermöglicht es diesen auch zu reinigen und pflegen. Gereinigt wird hier mit einer alkoholhaltigen Lösung, die mit Duftstoffen angereichert ist. Die Nase rasiert schließlich mit. Weiterer Bestandteil einer Lösung ist Maschinenöl zur Pflege der Klingen. Wollen sie diese Prozedur wirklich von Hand machen?

Dieser Luxus kostet nicht nur einen einmaligen Aufpreis, um die Station im Lieferumfang vorzufinden. Auch Folgekosten entstehen.

So eine Reinigungsstation wird mit austauschbaren Kartuschen betrieben, die besagte Flüssigkeit bereitstellen. Rund 5€ kostet so eine Kartusche. 4 mal im Jahr, so die Empfehlung, sollte die Kartusche durch eine neue ersetzt werden. Hochgerechnet belaufen sich die jährlichen Folgekosten also auf rund 20€. Fairer Deal, sagen auch 92% positive Stimmen in den Kundenrezensionen auf Amazon. Über 1200 Leute haben da ihre Meinung geäußert.

Reinigungsstation? Liebend gern!

Mögen die Spiele beginnen

Es gibt momentan 4 nennenswerte Hersteller, die um die Gunst der Käufer buhlen. Ring frei für: Braun, Philips, Panasonic und Remington. Mit Ausnahme von Remington liefern die Hersteller ihre Elektrorasierer in Serien aus. Jede dieser Serien baut auf einen einzelnen Rasierer auf, der wie angesprochen in verschiedenen Variationen erhältlich ist. Rasierer einer Serie rasieren jedoch alle gleich. Merken!

Wie rasiert man sich überhaupt richtig?

Die elektrische Rasur ist bei weitem keine Handwerkskunst, wie sie die Nassrasur darstellt. Dennoch gibt es auch hier Stolpersteine, die einem den Weg zum glatten Gesicht erschweren. Welche das sind und wie man seinen Pfad ebnet, hier:

  1. Trocken, trocken, trocken. Nicht umsonst werden elektrische Rasierer auch Trockenrasierer genannt. Böse Menschen haben sich zum besseren Verkauf ausgedacht, das man Elektrorasierer doch auch wasserdicht vermarkten könne. Die haben es tatsächlich getan. Wer mal versucht hat mit einem Rasierer über nasse oder noch schlimmer gewaschene Haut zu fahren, der weiss über meine Empörung.
  2. Der Grund warum die Trockenrasur unter allen Umständen gewahrt werden sollte liegt nicht zuletzt in der Gleitfähigkeit des Rasierers auf dem natürlichen Film der Haut. Wer sich mit der Nassrasur auskennt, weiss jedoch, dass es Produkte gibt, welche Haare aufstellen können, Gleiteigenschaften verbessern und das Haar aufquillen lassen. Diese Möglichkeit ist auch bei der elektrischen Rasur gegeben. Mit Rasierölen, bzw Lotionen, welche Barthaar und Haut zur elektrischen Rasur vorbereiten. Das ganze ist nichts weltbewegendes, schadet jedoch auch nicht. Geschmackssache.
  3. Trimmen. Sollte sich da jemand ein paar Tage nicht mit seinem neuen Rasierer auseinandergesetzt haben, so kann der Bartwuchs schon zu lang sein, als dass die Haare von der Scherfolie erfasst werden können. Der eingebaute Trimmer hilft hier. Kürzen Sie die Haare und lassen sie den Apparat die Feinheiten regeln.
  4. Mit dem Strich? Dagegen? Schaut man sich den Bartwuchs der meisten Männer genauer an, wird man feststellen, dass Haare nicht unbedingt in die selbe Richtung wachsen. Die Wuchsrichtung ist es auch, die im oft verteufelten Halsbereich das Problem darstellt. Gerade hier lässt die Natur keinen Zweifel daran, dass sie das Rasieren nicht bedacht hat. Elektrische Rasierer können theoretisch mit und gegen dem Strich funktionieren, manches Barthaar steht jedoch in ungünstigem Winkel und wird gegen den Strich daher tiefer erfasst. Anders als bei der Nassrasur braucht man hier jedoch nicht befürchten sich zu schneiden oder ein Blutbad zu veranstalten.
  5. Pflege will nicht nur die Rasur, sondern auch der Rasierer erfahren. Die Reinigungsstation, die von uns ausdrücklich empfohlen wird, ist nur ein Schritt. Die Pflege und Wartung der Station kann natürlich auch manuell erfolgen, ist aber mühselig und nicht jeder will sich noch um ein weiteres Kind kümmern. Ein weiterer Schritt ist es den Scherkopf nach regelmäßigem Gebrauch auszutauschen. So ein Scherkopf kostet nicht die Welt und braucht auch höchstens jedes Jahr einmal ersetzt zu werden. Der Rasierer ist dann wieder wie neu!

Höher, Schneller, Weiter?

Man sollte annehmen, dass sich innerhalb von ein paar Jahren vieles tut. Doch dem ist nicht so. Herrenrasierer verrichten Maßarbeit. Die Ingenieure haben einiges zu schaffen, um aus einem begrenzten System noch mehr herauszuholen. Das sieht man auch an der neuen Generation. Keine großen Neuigkeiten. Hier gibt es Remington, die auf kostengünstige Alternativen setzen, Philips, die sich Stur an ihrem Rotationssystem festhalten und Panasonic, die irgendwie immer ignoriert werden (Grüße an die Stiftung Warentest).

Nun, so gern ich auch nur die Sonnenseite zeigen wollte. Elektrische Rasierer schneiden nicht, sie schreddern viel eher. Zu sehen auf diesem tollen Foto:

Erinnern sie sich, wie ich den Herstellern Kleinlichkeit bei der Vielzahl an Modellen und Werbetexten vorwarf? Noch kleinlicher ist es wohl auf mikroskopischer Ebene das Haar zu untersuchen. Zeit für einen, in diesem Zusammenhang, verwegen wirkenden Smiley: :-).

Bestenliste

  1. Braun Series 1
  2. Braun Series 3
  3. Braun Series 5
  4. Braun Series 7
  5. Braun Series 9
  6. Braun CoolTec (Series 3 mit Kühlung)
  7. Philips Series 7000
  8. Philips Series 9000
  9. Philips PowerTouch
  10. Panasonic ES-LV95
  11. Panasonic ES-RF31
  12. Panasonic ES-LT31
  13. Panasonic ES-RT81
  14. Panasonic ES-LT71
  15. Remington PF7500
  16. Remington XR1330

Toggle Tabelle

Nüchtern betrachtet haben wir einen Gewinner. Klammheimlich bin ich stolz darauf den besten gefunden zu haben. Für mein Badezimmer. Aber hier sollte wohl jedes handelsübliche Badezimmer für herhalten können. Der Braun Series 9 9090cc war anfangs etwas teuer, schmälert sich in Sachen Preis allerdings immer mehr. Irgendwann pendelt er sich wohl unter 200€ ein.

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Darauf will ich aber nicht warten und das sollten sie auch nicht. Mit dem Series 9 gewinnt man nämlich einen treuen Freund. Auf Jahre. Denn die Series 9 erblickte erst kürzlich das Licht der Welt. Wer Braun kennt, der weiss dass sie eine Ewigkeit an ihren Produktreihen festhalten.

Das was am alten Spitzenmodell, der Series 7, zu bemängeln hatte war nicht sonderlich viel. Besonders der Scherkopf war mir jedoch etwas zu schmächtig. Panasonic hatte hier die Nase vorn. Doch das ist alles vergessen. Durch den neuen Integralschneider, der sich gesondert um anliegende Barthaare kümmert, wächst der Scherkopf mit. Wundervoll.

Die Rasur hat sich nicht groß gegenüber dem Series 7 verbessert, aber dennoch merklich. Das heisst, dass ein Vorsprung doch zu spüren ist. Seit ewigen Jahren wird das aktuelle Spitzenmodell immer damit bezeichnet, dass es der Nassrasur doch so nahe käme. Wie angesprochen ist dem nicht so, wird nicht sein und soll auch nicht sein. Was wir hier haben ist eher der Anspruch einen guten elektrischen in Händen zu halten. Wir wollen eben keinen elektrischen, der sich so verhält wie ein Nassrasierer. Diese Idee vom Optimum Nassrasur muss aus den Köpfen.

Der Series 9 9090cc hat die angesprochenen Ausstattungsmerkmale allesamt inbegriffen. Von der Fixierung des Scherkopfes, dem Netzbetrieb und der Reinigungsstation, erfüllt er alle Anforderungen, die wir auf unserer Suche gestellt haben. Fündig geworden nenn ich das.

Was andere sagen:

Gizmodo benennt den Series 9 als Luxusrasierer. Vornehmlich wegen seines Preises zur Einführung (Damals noch ca. 270€). „Aber seine wahre Stärke spielt der Braun Series 9 bei der Feinrasur aus. Hier merkt man Brauns jahrzehntelange Expertise, die in den Flaggschiff-Rasierer geflossen ist, an. Die Rasur gelingt unglaublich schnell, hautschonend und gründlich." 4/5

http://www.gizmodo.de/2014/12/20/braun-series-9-9090cc.html

testmagazine.de im Selbstversuch mit dem Series 9: „Deshalb haben wir den Rasierer an drei verschiedene Hauttypen getestet. Trotz seiner Gründlichkeit - auf der Haut blieb bei unseren Testpersonen nach wenigen Zügen so gut wie kein Haar übrig - ist die Rasur ungemein hautschonend. Auch bei empfindlichen Hauttyps waren keine Hautirritationen wie der gefürchtete Rasurbrand zu bemerken. Selbst widerspenstige Dreitage-Bärte sind in wenigen Zügen abgearbeitet. Im Testzyklus erzielten alle Probanden jederzeit eine komfortable und effiziente Trockenrasur."

http://www.testmagazine.de/testmagberichte/braun_rasierer_series9_9090cc_im_test_201410.html

iF zeichnet den Series 9 mit dem iF DESIGN AWARD 2015 aus.

http://exhibition.ifdesign.de/entrydetails_de?mode=aus&offset=11

Red Dot Award für den Series 9: „»Höchstmöglicher Bedienkomfort und modernste Technik sind die charakteristischen Eigenschaften des Elektrorasierers Series 9.«"

http://red-dot.de/pd/online-exhibition/work/?code=05-04964-2014&y=2014&c=176&a=0&lang=de

Keine Alternative

Wer nicht zum Series 9 greift, könnte theoretisch einen Panasonic sein Eigen nennen. Es ist leider so, dass Panasonic seinen Rasierern wenig Einfühlungsvermögen mit gibt. Man weiss hierzulande rein gar nichts über Panasonic Rasierer. Keine Werbung, keine Testberichte seitens namhafter Institute (Stiftung Warentest ignoriert seit 2 Testzyklen die Spitzenmodelle von Panasonic). Ich will dieses Empfehlungsschreiben nicht allein auf meine bescheidene Meinung aufbauen, so dass ich auch aufgrund des hohen Preises keine ausdrückliche Alternative benennen kann, die Panasonic ES-LV95 heisst.

Wem kann dieser Umstand nun helfen? Schaut man sich genauer um, fallen vor allem die schlechten Preisgestaltungen auf. Die Series 7 kostet mittlerweile ebensoviele wie die Series 9. Philips ist keine wirkliche Konkurrenz (Rotationsrasierer) und Panasonic hält sich aus allem heraus, bzw. wird herausgehalten. Da fehlt es also lediglich an einem preislich ansprechenden Rasierer.

Letzte Chance

Wer keine 200€ über hat, um sich den empfohlenen Series 9 9090cc zu kaufen, wird die empfohlenen Ausstattungsmerkmale lediglich im Series 3 390cc-4 finden. Abermals: Möglichkeit zur Fixierung des Scherkopfes, Netzbetrieb und Reinigungsstation sollen nicht fehlen. Alle das hat der Series 3 390cc-4. Rasieren? Kann er. Bestätigt auch die Stiftung Warentest. Note Gut (1,6), zweitplatzierter Elektrorasierer. Preislich, naja. Rund 100€ sind hinzulegen, um den Series 3 mit Reinigungsstation in ihrem Bad thronen zu sehen. Ja, es gibt günstigere Modelle, Ja die sind nicht unbedingt schlechter, aber die besagten Features fehlen, allen voran die Reinigungsstation. Kümmern sie sich nicht um die Konkurrenz. Das Vertrauen zahlt sich aus und spart Zeit und Nerven.

Fazit

Setz dich mit elektrischen Rasierapparaten auseinander und du kannst nur gewinnen. Es ist Zeit das alte Glaubensmuster vom unantastbaren Nassrasierer zu brechen und sich der sicheren elektronischen Rasur zu bemächtigen. Das beste Beispiel hierfür ist unsere Empfehlung, der Series 9 / 9090cc mit Reinigungsstation. Braun gilt nicht ohne Grund als heimlicher Lieferant für Apple's Designs. Mit dem 9090cc beweist der Weltmarktführer abermals seine Vormachtstellung auf dem Markt. Soweit ich gehört habe, geht es uns gut, die Wirtschaft läuft. Da sind auch knapp 200€ für einen langjährigen Begleiter drin.